Schülerverkehr

Schülerverkehrsreport 2016

In den Flächenlandkreisen macht der Schülerverkehr etwa 80 % des Gesamtverkehrsaufkommens im öffentlichen Personennahverkehr aus. Schüler- und Auszubildende sind von daher die wichtigste Kundengruppe des ÖPNV, wenngleich bei ihnen oftmals keine Verkehrsmittel-Wahlfreiheit besteht, weil sie auf die Benutzung des „Schulbusses“ angewiesen sind. Insoweit ist der Schülerverkehr auch das Rückgrat des ÖPNV in der Fläche. Der disperse Gelegenheitsverkehr würde keine ausreichend wirtschaftliche Grundlage für die Vorhaltung eines ÖPNV-Netzes bieten.
Die Beförderung von Regelschülern im Sinne von § 161 Abs. 1 Hess. Schulgesetz (HSchG) findet im Odenwaldkreis ausschließlich im Rahmen des Linienverkehrs statt.
Es war Mitte der 1980iger Jahre die politische Entscheidung des Odenwaldkreises, dass der bis dahin parallel zum Linienverkehr betriebene (freigestellte) Schulbusverkehr in den Linienverkehr zu integrieren ist, um diesen wirtschaftlich zu stärken. Dies entsprach auch der Forderung des § 1 Abs. 7 des Gesetzes zur Weiterentwicklung des ÖPNV in Hessen i.d.F von 1993, nach der der freigestellte Schülerverkehr in den Linienverkehr zu integrieren ist. Diese Verpflichtung ist im Rahmen der späteren Novellierung des Hessischen ÖPNV-Gesetzes entfallen.
Nur die Beförderung von körperlich, geistig oder seelisch behinderten Personen mit Kraftfahrzeugen zu und von Einrichtungen, die der Betreuung dieser Personen dienen, findet im Odenwaldkreis außerhalb des Linienverkehrs statt (Beförderung von Sonderschülern nach § 161 Abs. 5 HSchG i.V.m. § 1 Ziff.4 g FreistellungsVO).

Der nebenstehende Bericht befasst sich mit den organisatorischen und wirtschaftlichen Grundlagen des Schülerverkehrs im Odenwaldkreis.

Suche